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Es
gibt Paare, die ihr Sexualleben bereits kurze Zeit nach der Geburt wieder
aufnehmen, während andere Paare noch 1 Jahr nach der Geburt keinen Sex
miteinander haben.
Die
Geburt eines Kindes ist mit großen Änderungen in vielen Bereichen verbunden. Die
meisten Eltern werden positiv von der Tatsache überrascht, dass auch Säuglinge
eine Persönlichkeit haben und in der Lage sind, einen sehr aktiven Kontakt mit
ihren Eltern aufzunehmen.
Sie
stellen dabei Ansprüche an ihre Eltern, sie nehmen nicht passiv hin, was sie
bekommen. Weniger positiv ist für einige Eltern die Feststellung, dass Säuglinge
zuweilen viel schreien, ohne dass die Eltern den Grund kennen, und es kann
schwierig sein, den Schlafrhythmus von Säuglingen herauszufinden.
Das Kind
schläft 16-18 Stunden täglich, aber vielleicht schläft es immer dann nicht, wenn
es am günstigsten für die Eltern wäre - und auf jeden Fall wachen die meisten
Säuglinge mehrere Male während der Nacht auf.
Müdigkeit
Frisch
gebackene Eltern müssen sich mit vielen Anforderungen - psychischen wie
physischen - auseinandersetzen. Die meisten Eltern von Säuglingen sind in der
Tat äußerst müde.
Die
Müdigkeit kann zu Beziehungsproblemen der Paare führen. Es kann schwieriger
werden, sich auf den anderen zu konzentrieren, man wird leichter irritiert und
das Sexualleben leidet darunter.
Unbehagen oder Schmerzen während des Geschlechtsverkehrs
Viele
Frauen und Männer werden den wieder aufgenommenen Geschlechtsverkehr anders
erleben als früher, u. a., weil die Scheide in den ersten Monaten nach der
Geburt weniger feucht ist.
Die
verringerte Feuchtigkeit kann auf Veränderungen der Hormone zurückzuführen sein,
die mit Schwangerschaft und Geburt zusammenhängen. Bei einigen Frauen können
diese Veränderungen die gesamte Stillzeit hindurch anhalten, sie sind aber an
sich keine Zeichen fehlender sexueller Lust. Verringerte Feuchtigkeit kann durch
Explorationscreme (Gleitcreme) gemildert werden.
Wenn
eine Frau im Zusammenhang mit einem Schnitt oder Riss bei der Geburt genäht
wurde, wird die Wunde normalerweise nach 10-12 Tagen verheilt sein. Einige
Frauen empfinden aber noch über einen längeren Zeitraum Schmerzen und Unbehagen.
Das kann daran liegen, dass sie Angst vor Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
haben und deshalb die Muskeln um die Scheide anspannen, sodass die Schmerzen in
Wirklichkeit durch die Muskelanspannung entstehen. Aber es kann auch auf eine
empfindliche Naht zurückzuführen sein. Verschwinden die Schmerzen nicht von
selbst, muss man einen Arzt aufsuchen.
Bei
manchen Frauen halten kleinere Blutungen bis zu 6-8 Wochen an. Diese Blutung
muss der Wiederaufnahme des Geschlechtsverkehrs nicht im Wege stehen, aber bis
die Blutung aufhört, muss man ein Kondom benutzen, um der Gefahr einer
Gebärmutterinfektion entgegenzutreten.
Beim
Geschlechtsverkehr kurz nach der Geburt werden Sie wahrscheinlich den Eindruck
haben, dass die Scheide den Penis nicht so fest umschließt wie vor der Geburt.
Das kann einen Schreck auslösen, aber eine Frau kann ihre Beckenbodenmuskulatur
leicht auftrainieren, sodass die Scheide den Penis wieder fest
umschließt.
"Luft"
in der Scheide kann beim Geschlechtsverkehr irritierend sein, aber das Problem
verschwindet allmählich, wenn der Beckenboden auftrainiert wird. Außer den
physischen Veränderungen machen die meisten Paare auch die Erfahrung, dass der
Geschlechtsverkehr am Anfang in einer veränderten Stimmung
stattfindet.
Verhütung
Da der
erste Eisprung nach der Geburt vor der ersten Menstruation vonstatten geht,
besteht das Risiko einer unerwünschten Schwangerschaft, wenn Sie sich nicht
schützen. Stillen ist keine Garantie gegen eine Schwangerschaft. Ein Kondom ist
in diesem Zeitraum eine gute Lösung. Antibabypillen dürfen während der Stillzeit
nicht verwendet werden. |